Gewässergüte im Gemeindegebiet Sonderhofen

Gewässergüte im Gemeindegebiet Sonderhofen

Gewässergüte im Gemeindegebiet Sonderhofen

 

Gerade in der heutigen Zeit, wo immer wieder im Sommer Themen wie Wasserknappheit und auch Verschmutzung unserer Gewässer an der Tagesordnung stehen, wollten der Verein Saubere Landschaft und Umwelt um Sonderhofen e. V. sowie die Gemeinde Sonderhofen durch das für unser Gebiet zuständige Wasserwirtschaftsamt Aschaffenburg Einblick in das Thema „Wasser – ein kostbares Gut“ geben.

 

Die Oberflächengewässer und auch das Grundwasser im Einzugsgebiet von Thierbach und Breitbach werden nach EU-Vorgabe in „Wasserkörper“ eingeteilt und die Messergebnisse zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst. Einzelne Messergebnisse vom Thierbach werden in der Nähe von Gaukönigshofen gezogen, sie werden aber in Statistiken nicht extra aufgelistet. Für das Gesamtergebnis zählt nicht der Durchschnittswert einzelner Messwerte, sondern immer der schlechteste Wert der Messung, deshalb sind Schmalen-, Mühl-, Sauloch- und Thierbach in der Gemarkung Sonderhofen hinsichtlich Belastung mit sauerstoffzehrenden Stoffen trotz insgesamt guter Werte nur als „unbefriedigend“ eingestuft. Ähnlich verhält es sich mit dem Grundwasser. Bezüglich Nitrat wurde trotz überwiegend unter dem Grenzwert liegender Ergebnisse ein „schlechter Zustand“ ermittelt, hinsichtlich Rückständen aus Pflanzenschutzmitteln wird den Gewässern eine Einstufung in der Kategorie „guter Zustand“ attestiert.

 

Sehr interessant waren spezifische Daten aus dem Ortsbereich, also Daten über die Qualität des Grundwassers und der Bäche in und um Sonderhofen. Messungen zeigen, dass z. B. der Nitratgehalt in den Oberflächengewässern seit den neunziger Jahren immer weiter sinkt. Dass es dennoch auch zeitweise zu erhöhten Werten in unserer Region kommt, ist der Trockenheit im Sommer geschuldet, so Dr. Walter vom Wasserwirtschaftsamt.

 

Abschließend nahm Alfons Mark als Vertreter des Bauernverbandes zum Eintrag von Schadstoffen in ober- und unterirdische Gewässer Stellung. Seit einigen Jahren würden die Landwirte Düngermengen reduzieren und chemische Pflanzenschutzmittel gezielter einsetzen. Im Rahmen von KULAP (Kulturlandschaftsprogramm) seien freiwillig Blühstreifen angesät und unterhalten worden. Durch neue EU-Richtlinien werden die Landwirte jetzt gezwungen, an den Gewässern fünf Meter breite Streifen mit Kleegras anzulegen, sie erhalten dafür aber keinen finanziellen Ausgleich mehr.

 

In der anschließenden Diskussion mit den Referenten Dr. Walter und Dr. Maslowski konnten die zahlreichen Besucher der Veranstaltung noch detaillierte Antworten auf ihre Fragen erhalten.

 

 

Foto v.l.: Bürgermeister Heribert Neckermann, Dr. ….Walter, Dr. Klaus Maslowski und Vereinsvorsitzender Robert Wörle

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