Sie stehen hier auf geschichtsträchtigem Grund. Denn Sonderhofen wird schon in der Schenkungsurkunde Karlmanns bzw. Gründungsurkunde des Bistums Würzburg (741/742) mit einer eigenen Kirche erwähnt, die damals noch dem Heiligen Remigius von Rheims geweiht war. Dies ist umso bemerkenswerter, als es damals nur 27 Kirchen in einem Bistum gewesen sind, dessen Gebiete damals das heutige Bistum Fulda, das Bistum Bamberg, Teile von Erfurt/Meiningen und der ganze Landschaftsbereich der Tauber gewesen sind.
Von der ursprünglichen Remigius Kirche wissen wir nicht viel, da diese Kirche damals aus Holz erbaut wurde und archäologische Grabungen unter der jetzigen Pfarrkirche noch niemals stattgefunden haben.
Bezeugt aber ist ein romanischer Neubau aus Stein am Ende des 13. Jahrhunderts. Mit dieser Steinkirche findet auch der Patroziniums Wechsel hin zum Heiligen Johannes dem Täufer statt. Selbstverständlich wurde der ursprünglich romanische Bau spätestens in der Echterzeit gotisiert. und ab 1700 barockisiert.
Glockenaufnahme
Weitere Bilder finden Sie hier
Weiterlesen
Sie haben mit dieser Kirche ein Kleinod der fränkischen Kirchenausstattung betreten.
So unscheinbar der Bau (1741-1743) von außen mit seinem bescheidenen Dachreiter wirkt, so üppig ist dagegen die Ausstattung dieser Kirche. Erst 1867 kam mit der Pfarrei-Erhebung der Ehrgeiz, die neu gewonnene Eigenständigkeit im Innern der Kirche durch eine prachtvolle Einrichtung zu feiern.
Freilich mahnt die Ausmalung selbst zum Blick auf die wesentliche Zier eines Gotteshauses:“Domum Tuum, dimine, decet sanctitudo“ (Dein Haus, o Herr, ziert die Heiligkeit).
Glockenaufnahme
Weitere Bilder finden Sie hier
Weiterlesen
Kirche Bolzhausen
Der Kirchturm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Die dicken Mauern lassen darauf schließen dass dieser im Verteidigungsfall als Zufluchtsort diente. Auch von Gaden wird berichtet.
Seit dem Mittelalter wurde die Kirche zur Hl. Jungfrau Maria ein Wallfahrtsort dieser wurde besonders von schwangere Frauen und kranker Kinder angenommen. Die Wallfahrt ist seit 1588 auch unter dem Namen Hl. Jungfrau im Grünen Tal bekannt.
Glockenaufnahme
Weitere Bilder finden Sie hier
Das Fresko der Blut-Madonna von Re aus Oberitalien zeigt eine Maria lactans- Maria als Nährmutter Jesu. Das Bild stammt vermutlich aus dem späten 14.Jh.Das Gemälde wurde durch einen Steinschlag eines Frevlers verletzt in dessen Folge Blutaustritt am Bild zu erkennen war. Dies geschah am 29.04.1494. Wegen diesem besonderen Ereignis hat sich eine Wallfahrt entwickelt. Die populäre Wallfahrt führte zu verschiedenen Kopien und Verbreitung des Bildes im Bereich der Länder Deutschland, Schweiz, Österreich, Ungarn und Tschechien sowie Italien.
Weiterlesen
Schule Sonderhofen
Das Schulgebäude im Baugebiet Störchlein wurde 1958 eingeweiht und ab 1997 grundlegend renoviert.
Die Schüler der 1. bis 4. Klasse aus Sonderhofen und der näheren Umgebung werden hier wohnortnah unterrichtet.